Das Wichtigste zum Chihuahua

Kurzsteckbrief

Der Chihuahua gehört innerhalb der FCI (Fédération Cynologique Internationale) – Gruppe 9 Gesellschafts- und Begleithunde, zur Sektion 6 Chihuahueño als FCI-Nummer 218. Diese kleinste Hunderasse der Welt wird beschrieben als wachsam, lebhaft und mutig. Das Gewicht eines ausgewachsenen Chihuahua sollte zwischen 1,5 und 3 Kilogramm liegen und Apfelschädel, ausgeprägter Stop sowie ein kurzer etwas zugespitzter Fang sind typische Merkmale des Chihuahua, der in zwei Schlägen, auch als Varietäten bezeichnet, gezüchtet wird, langhaarig und kurzhaarig.

Herkunft

Als Herkunftsland der Chihuahuas gilt Mexiko, wobei es mehrere Theorien über die Entstehung und das Alter dieser Hunderasse gibt. Benannt ist der Chihuahua nach der größten Provinz Mexikos. Als in den 1850er Jahren die mexikanischen Bauern begannen, ihre Hunde an Touristen zu verkaufen, gelangten auf diese Weise die ersten Exemplare dieser Hunde nach Nordamerika, wo sich diese Rasse rasch steigender Beliebtheit erfreute. Die erste Eintragung in ein amerikanisches Zuchtbuch erfolgte im Jahre 1904 und der erste Rassestandard geht auf das Jahr 1923 zurück. Von 1900 an erschienen die ersten Chihuahuas auch in England und nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschland, alle aus den USA importiert.

Beschreibung

Im Rassestandard ist keine Größe festgeschrieben, die Widerristhöhe liegt durchschnittlich zwischen 15 und 23 Zentimeter. Das Gewicht sollte zwischen 1,5 und 3 Kilogramm liegen. Manche Zuchtvereine lassen jedoch auch leichtere Tiere zu.

Der Chihuahua hat einen mittelgroßen Kopf, häufig mit Fontanelle, wobei Tiere ohne Fontanelle erwünscht sind, und als unverwechselbare Kopfform einen sogenannten Apfelschädel. Dabei ist die Schädelkapsel aufgetrieben, das Stirn- und Scheitelbein stark gewölbt und der Stop ist ausgeprägt, breit und tief mit über den Ansatz des Fangs gewölbter Stirn. Der Fang ist kurz und leicht zugespitzt. Der Chihuahua hat anliegende trockene Lefzen und wenig entwickelte Wangen. Das Gebiss ist ein Zangen- oder Scherengebiss ohne Vor- oder Rückbiss. Die Augen des Chihuahua sind groß, rundlich und nicht oder nur leicht hervorquellend. Gewünscht sind dunkle Augen, wobei auch helle Augen zulässig sind. Auffällig sind die großen, am Ansatz breiten und sich zur leicht abgerundeten Spitze hin verjüngenden Ohren, die in Ruhestellung seitlich mit einem 45-Grad-Winkel geneigt sind und bei Aufmerksamkeit aufgestellt werden.

Der Chihuahua hat einen mittellangen, oben leicht gewölbten Hals, der bei Rüden etwas dicker ist als bei Hündinnen. Der Körper des Chihuahua ist kompakt gebaut mit gerader oberer Profillinie und wenig ausgeprägtem Widerrist. Bei Rüden wird ein fast quadratischer Körperbau mit nur wenig mehr Länge als Höhe bevorzugt, während bei Hündinnen der Körper für eine problemlose Trächtigkeit etwas länger sein darf. Der Brustkorb ist tief und breit mit gut gewölbten Rippen und der Bauch sollte deutlich aufgezogen sein.

Die geraden Läufe sind gut bemuskelt und die Pfoten oval geformt und recht klein, die Zehen nicht gespreizt, aber deutlich auseinander stehend mit gewölbten und mäßig langen Krallen und sehr elastischen gut entwickelten Ballen. Die mäßig lange, hoch angesetzte Rute wird hoch erhoben, halbkreisförmig gerundet oder gebogen mit zu den Lenden gerichteter Spitze getragen. Die Ruhehaltung der Rute ist hängend und einen leichten Haken bildend.

Die ursprüngliche Kurzhaarvarietät besitzt eng anliegendes, weiches, dichtes und glänzendes Fell und die später zusätzlich gezüchtete Langhaarvarietät hat weiches glatt anliegendes oder leicht gewelltes Haar, wenig Unterwolle und eine stark befederte Rute. Ebenfalls befedert sind die Läufe, die Bauchunterseite, die Ohren und ein ausgeprägter Halskragen mit längerem Haar ist gern gesehen. An Fellfarben wird ein großes Spektrum akzeptiert von weiß über creme und grau sowie rot oder lohfarben bis hin zu schwarz. Auch tricolor und merle-Schattierungen sind vorhanden.